ESD Information

Elektrostatische Entladung (ESD) ist die schnelle Übertragung elektrostatischer Aufladung zwischen zwei Objekten. Dieses Phänomen tritt in der Regel dann auf, wenn zwei Objekte mit unterschiedlichen Ladungen in direkten Kontakt miteinander kommen. Elektrostatische Entladungen treten auch dann auf, wenn sich ein hohes elektrostatisches Feld zwischen zwei Objekten entwickelt.

Der Aufbau elektrostatischer Ladung tritt als Folge eines Ungleichgewichts von Elektronen auf der Oberfläche eines Materials auf. Solch ein Ladungsaufbau schafft ein elektrisches Feld, welches messbare Auswirkungen auf andere Objekte in näherer Entfernung hat. Der Prozess des Elektronen-Transfers, als Folge von zwei miteinander in Berührung kommenden Objekten ist als auch als „Triboelektrischer“-Effekt bekannt.

ESD ist eine der wichtigsten Ursachen für fehlerhafte Geräte in der Halbleiter-Industrie. Elektrostatische Entladungen verursachen jährlich Millionenschäden in der Wirtschaft - in der Elektronikfertigung sind sie eine der Hauptrisikoquellen. Heute wird davon ausgegangen, dass 10% der ESD-gestressten Halbleiterbauelemente Fehler verursachen. Diese können ein Totalausfall oder viel schlimmer eine Beschädigung des Bauelements sein. Letzteres bleibt oft unerkannt und kann zu teuren Rückruf-Aktionen führen. Daher ist der Schutz vor elektrostatischen Entladungen (ESD-Schutz) heute in allen Bereichen der Mikroelektronik unverzichtbar.